Diese Frau kämpft seit 40 Jahren gegen Femizide
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Dieser Beitrag wurde mit einer eigens für die Republik entwickelten synthetischen Stimme vertont. Mehr dazu hier.
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00:00:05: Was können wir lernen von Silvia Fetsch, die lange das Frauenhaus in St.
00:00:08: Gallen geleitet hat?
00:00:11: Diese Frau kämpft seit vierzig Jahren gegen Femizide.
00:00:15: Ein Beitrag von Janina Bauer – vorgelesen von einer synthetischen Stimme.
00:00:21: Sylvia Fetts spalt ihre Hand zur Faust!
00:00:24: Sie liegt auf der Seite.
00:00:25: über ihr steht breitbeinig eine Frau mit einem Polster in der Hand.
00:00:29: Im Sekundentakt prasseln Fetschs Schläge auf das Leder.
00:00:32: bei jedem Treffer schreit sie Ha!
00:00:35: Um sie herumstehen zehn Frauen in Leggings.
00:00:37: Sie sind Mitte zwanzig bis Mitte sechzig, tragen das Haar ordentlich geflochten oder über den Ohren rasiert.
00:00:43: Sylvia Fetch sagt, Ziel ist das Geschlecht!
00:00:47: Die Frauen nicken.
00:00:49: Allen hier ist klar dass sie die Hoden meint.
00:00:52: Schrei schlag, schrei schlag, schrei schlag.
00:00:55: Ha ha ha!
00:00:56: Fetch, fünfundsechzig eher klein aber mit kräftigen Bezeps rollt sich auf die Knie und steht auf.
00:01:04: Jetzt sind die anderen dran.
00:01:06: Abwechselnd halten sie das Polster oder dreschen darauf ein.
00:01:09: Mehr Spannung, weist Fetch an!
00:01:12: Ihr könnt auch die Messerhand nehmen.
00:01:14: Sie hebt ihren Unterarm, drückt den Handrücken durch, presst alle fünf Finger aneinander.
00:01:19: Dann schnellt ihre Messerhand nach vorn und zerschneidet die Luft.
00:01:23: When do it?
00:01:24: steht in Orangenbuchstaben auf Fetch's T-Shirt.
00:01:27: kurz für Women Do It.
00:01:29: Frauen machen das So heißt ein feministisches Konzept der Selbstverteidigung, das sie seit Anfang der neunzehn-neunziger Jahre unterrichtet.
00:01:38: Fetch will Frauen vorbereiten auf den Fall der Fälle.
00:01:41: Will dass Sie Selbstsicherheit ausstrahlen, brenzlige Situationen rechtzeitig erkennen und ihren Körper einsetzen können sollte ein Täter sie zu Boden werfen.
00:01:51: Sie weiß, dass manchmal Sekunden über Leben und Tod entscheiden – ein falsches Wort!
00:01:55: Ein gezielter Tritt.
00:01:57: Deswegen ist sie streng mit den Frauen, die an diesem Dienstagabend im Mai zum Training in die Sankt Galla Innenstadt gekommen sind.
00:02:04: Mehr als einmal hat sie eine Frau verloren, die in ihrer Obhut war – die Frauen wurden von ihren Partnern oder Ex-Männern getötet.
00:02:11: Fetch kämpft seit vierzig Jahren gegen Femizide.
00:02:15: Sie hat eine Mädchenwohngruppe gegründet, Frauen bei der Opferhilfe beraten und bis Anfang Zwei-tausendzechsundzwanzig, als sie in Pension ging das Sankte Galla Frauenhaus geleitet.
00:02:27: Sie hinterließ eines der am stabilsten finanzierten Frauenhäuser der Schweiz, ausgerechnet im bürgerlich regierten Sankt Gallen.
00:02:34: Wie hat sie das geschafft?
00:02:37: Stillschweigen – per Unterschrift besiegelt!
00:02:41: Das erste Mal traf ich Fetch im Juli twenty-fünfundzwanzig frühmorgens am Bahnhof Sankte Gallen .
00:02:48: Sie trug Jeans eine rote Lederjacke und schwarzen Kajal um die Augen.
00:02:52: Ihre Uniform, egal ob sie im Frauenhaus arbeitet oder in der SRF Arena mehr Schutzplätze für Frauen fordert.
00:03:01: Fetch spricht stets sanft obwohl Sie allen Grund hätte laut zu sein.
00:03:06: Wir stiegen in einen Bus Häuser zogen am Fenster vorbei doch wohin wir fuhren blieb geheim.
00:03:12: Das war die Bedingung für den Ausflug.
00:03:14: Stillschweigen per Unterschrift besiegelt.
00:03:17: Durch eine Sicherheitsschleuse führte sie mich ins Frauenhaus In den Gemeinschaftsraum, wo Frauen und Kinder beim Frühstück saßen durch ein Zimmer ins obere Stockwerk das Reich der Kinder mit Basteltischen, Spielsachen und einer Küche.
00:03:31: Als Reporterin erlebe ich bei Menschen die mit Gewaltopfern arbeiten oft Misstrauen.
00:03:36: Sie sorgen sich um die Betroffenen.
00:03:38: Fetch hingegen gewährte mir Zugang und beantwortete alle Fragen.
00:03:43: Sogar eine ehemalige Bewohnerin des Hauses hatte sie zum Gespräch eingeladen.
00:03:48: Sie ist überzeugt, dass Menschen verstehen müssen was ein Leben im Frauenhaus bedeutet.
00:03:53: Also zeigt sie es ihnen öffnet die Türen für Reporterinnen genauso wie für Politiker.
00:04:00: Als die Sankt Galla Regierungsretin Laura Bucher vor fünf Jahren bat die Schutzunterkunft besuchen zu dürfen Ludvetj kurzerhand die gesamte kantonale Regierung ein.
00:04:11: Alle sieben Regierungsrätinnen und Regierungsräte und der Staatssekretär nahmen die Einladung an.
00:04:18: Ich glaube, Sie waren sehr betroffen von der einfachen Einrichtung des Hauses, erzählt sie.
00:04:24: Die engen Zimmer mit Bett- und Tisch.
00:04:26: Zwei bis drei Personen teilten sich ein Badezimmer – ständig gab das in der Pandemie Streit.
00:04:32: Dazwischen die vielen Kinder, die durchs Haus flitzten.
00:04:35: In den letzten Jahren habe sie dutzende Personen abweisen müssen, erzählte Fetch der Regierung beim Besuch Weil alle Zimmer besetzt waren oder weil die Frauen keine Treppen steigen konnten wegen Altersbeschwerden, oder weil sie im Rollstuhl saßen.
00:04:49: Beim Mittagessen – so erinnert sich Fetch – habe sich ein Regierungsrat der Bürgerlichen entrüstet.
00:04:55: Kann ja nicht sein dass jeder Kinderhort heute top eingerichtet ist und die Frauen hier so leben müssen!
00:05:02: Ein konservatives Regierungsmitglied habe überlegt wie sich das Haus rollstuhligängig machen ließe.
00:05:08: Zwei Jahre später, im Sommer of the summer of the year of two thousand twenty-four, zog das Frauenhaus Sankt Gallen um.
00:05:14: In ein größeres vollständig rollstuhlgängiges Haus mit einem Stockwerk nur für die Kinder sowie Einzelbädern in jedem Zimmer.
00:05:23: Menschen offen zu begegnen – insbesondere jenen, die eine andere politische Einstellung haben vom Polizisten bis zum SVP-Politiker – zahlte sich für Fetch immer aus!
00:05:34: Gut reden zu können, sagt sie und Beharligkeit.
00:05:39: Als die Pandemie begann und sich die Situation in den Frauenhäusern massiv verschärfte wegen der Ansteckungsgefahr und der gestiegenen Nachfrage nach Schutzplätzen hat Fetch in dutzenden Interviews auf die Überlastung hingewiesen.
00:05:51: Sie trat im Regionalfernsehen auf – im Radio und in der SRF Arena.
00:05:58: Ich weiß nicht wie ich das geschafft hätte.
00:06:01: An einem Abend im Mai, twenty-sechsundzwanzig lehnt Sylvia Fetch am beleuchteten Schaufenster des St.
00:06:08: Galla Konzertlokals Palace an der Rosenbergstraße.
00:06:12: Gerade hat sie auf einen Podium über den Feminismus der neunzehnachtziger Jahre gesprochen – jetzt zieht sie an ihrer American Spirit und sagt «Ich bin froh, dass ich persönlich nie in ein Frauenhaus gehen musste.
00:06:24: Das Leben dort ist sehr anstrengend!
00:06:26: Die Enge, die vielen Kinder, der Lärm, in so einer schwierigen Lage.».
00:06:31: Ich weiß nicht, wie ich das geschafft hätte.
00:06:34: Mit Anfang zwanzig gerade nach St.
00:06:36: Gallen gezogen las Fetch die Bücher der Aktivistinnen der Weltkriege Rosa Luxemburg Sophie Scholl Ingrid Strobel.
00:06:45: Frauen, die für ihre Überzeugungen alles riskierten bis hin zum eigenen Leben.
00:06:50: Da kann ich einfach nur demütig sein, sagt Fetch.
00:06:53: Sie wirkt wie eine, die erst aufhört wenn sie wenigstens einen Bruchteil des Kampfes dieser Frauen selbst gekämpft hat.
00:07:00: Damals, Mitte der neunzehn-achtziger Jahre arbeitete Fetch als Sozialarbeiterin in einem Jugendhaus dem Treffpunkt der St.
00:07:08: Galler Drogenszene.
00:07:10: Sie betreute Jugendliche die Drogennamen und Fürchten mussten sich mit HIV anzustecken.
00:07:14: ständig gab es Razzien erzählt Fetch.
00:07:17: Die Polizei räumte die Gassen leer Und hat das Elend damit nur vergrößert.
00:07:22: Gemeinsam mit ihrem Chef sprach Fetch beim Stadtrat vor Der für die Polizei und das Jugendhaus zuständig war.
00:07:29: Um zu verhindern, dass die Beamten weiterhin wahrlos jugendliche Festnahmen schlugen Fetch und ihr Chef eine Zusammenarbeit vor.
00:07:37: Suchte die Polizei jemanden, kontaktierte sie die Betreuer – und die vermittelten.
00:07:42: So habe sich die Lage für alle beruhigt", sagt Fetch.
00:07:46: Miriam Rehber arbeitete als Leiterin der Koordinationsstelle gegen häusliche Gewalt-und-Menschenhandel in St.
00:07:51: Gallen viele Jahre mit Fetch zusammen und sagt «Das ist Silvias Stärke».
00:07:57: Sie kann mit den Behörden, die immerzu Kompromisse fordern zusammenarbeiten und zugleich Aktivistin bleiben.
00:08:04: Anfang der Neunzehn-Neunzigerjahre gründete Fetch mit zwei weiteren Frauen eine Kita für feministische Mädchenpädagogik.
00:08:11: Den Mädchen wollte sie mitgeben was ihre Eltern ihr als Kind vorgelebt hatten.
00:08:16: Es gibt keine Unterschiede zwischen Menschen alle sind gleich viel wert.
00:08:21: Sie und Ihre Mitstreiterinnen arbeiteten viele Monate gratis baten um Spenden und schrieben Finanzierungsgesuche.
00:08:28: Tische und Stühle sammelten sie aus dem ausgemusterten Bestand von Schulen, Freunde sägten die Beine kürzer damit die ersten sechs Mädchen sitzen konnten.
00:08:38: Nach einem Jahr sagte der Kanton der Kita finanzielle Unterstützung zu – seitdem zählt Fetch Geld auftreiben zu ihren Kernaufgaben.
00:08:47: Die Kita besteht bis heute.
00:08:48: Betreuer hüten dort fünfundzwanzig Kinder.
00:08:51: Im Licht des Schaufensters vor dem Palace hält Silvia Fetch kurz inne.
00:08:56: Wissen Sie?
00:08:57: sagt sie und beugt sich etwas nach vorn, in Sankt Gallen kennt man sich.
00:09:01: Und ich bin einfach schon lange
00:09:02: da.".
00:09:04: Ehemalige Kolleginnen bestätigen ihre guten Kontakte zu Polizei, Verwaltung und Politik – eine riesige Erleichterung.
00:09:14: Das Frauenhaus Sankte Gallen wurde in der Feministischen Bewegung gegründet als eines der ersten in der Schweiz.
00:09:23: Viele Jahre organisierten die Frauen das Haus autonom und bezahlten die Rechnungen mithilfe von Spenden.
00:09:29: Erst nach und nach ließ sich das kantonale Parlament davon überzeugen, dass der Staat dafür zuständig sein könnte für den Schutz von Frauen vor Gewalt aufzukommen und begann Beiträge zu zahlen.
00:09:40: Seit dem Jahr Zwei-Tausendzwanzig zahlt er Kantonsankt Gallen jedes Jahr einen Fixbetrag an das Frauenhaus, der alle Betriebskosten deckt.
00:09:49: Das war ein Meilenstein, ausgerechnet im bürgerlich regierten Sankt Gallen.
00:09:54: Fast alle Schweizer Frauenhäuser sind bis heute auf Spenden angewiesen um zum Beispiel die Löhne zu zahlen.
00:10:00: Die Beiträge von Kantonen und Gemeinden decken etwa in Basel-Stadt und Baselland nur fünfzig bis sechzig Prozent des Grundbedarfs – und das obwohl Frauenhäuser staatlich anerkannte Einrichtungen sind.
00:10:12: Martin Klöthy, der zwischen zwei Tausend zwölf und zweitausendzwanzig als Regierungsrat politisch für das Frauenhaus St.
00:10:19: Gallen verantwortlich war, sagt – ohne die Zusammenarbeit von Andrea Lüberstedt, meine Amtsleiterin für Soziales und Silvia Fetch hätte ich die Finanzierung nicht durchboxen können!
00:10:31: Die Frauen bereiteten die Argumente- und Gesetzesentwürfe vor, Klöhti überzeugte die Ratskollegen Die stabile Finanzierung sei eine riesige Erleichterung gewesen, sagt Silvia Fetch.
00:10:43: Die Mitarbeiterinnen hätten seither viel weniger administrativen Aufwand – mussten sie früher die Beiträge für die Klientinnen über dutzende Gemeinden abrechnen, stecken sie diese Zeit heute in deren Beratung.
00:10:56: Aquirierte Spenden geben Sie direkt an die Frauen weiter.
00:10:59: Besonders Mütter seien oft finanziell vom Partner abhängig und riskierten in die Sozialhilfe zu rutschen wenn sie ihn
00:11:06: verlassen."
00:11:06: sagt Fetch.
00:11:08: Aus Angst kehren manche zum Gefährder zurück, mit Spenden die früher in den laufenden Betriebflossen zahlen Frauen, die das Frauenhaus verlassen heute Kautionen Miete Möbel Kleidung Hygieneartikel Bettzeug.
00:11:23: Das hilft ihnen ein selbstständiges Leben aufzubauen.
00:11:27: Fetch selbst ist in einem abgelegenen Weiler, im Appenzell außer Roden aufgewachsen mit einer kleinen Schwester und einem Pflegebruder.
00:11:34: Die Eltern arbeiteten als Sticker in einer Textilfabrik.
00:11:38: Mit sechzehn Jahren zog es sie fort nach Genf.
00:11:41: Sie arbeitete zunächst bei Weinbauern Und bezog später allein ein Zimmer in der Stadt nur mit WC und Brünnelie Keine Dusche!
00:11:48: Vierhundert Franken zum Leben.
00:11:50: Dafür war sie frei.
00:11:53: Meine Eltern ließen mich ziehen.
00:11:54: An Sicherheit und Vertrauen von ihnen hat es mir nie gefehlt, sagt Fetch.
00:11:58: Davon zähre sie bis
00:11:59: heute.".
00:12:01: Ende der Neunzehn-Achzigerjahre verliebte sich Fetch in ihren späteren Ehemann.
00:12:06: Das Paar ist seit siebenunddreißig Jahren zusammen.
00:12:09: die beiden zogen mehrere Pflegekinder groß eines adoptierten Sie.
00:12:13: Wir haben das nicht gesucht!
00:12:15: Man hat uns gefragt," sagt Fetsch.
00:12:17: Eine Freundin von mir meinte einmal anderen laufen Katzen zu – euch
00:12:21: Kinder!".
00:12:23: Woher sie die Kraft nehme, sich so für andere einzusetzen, frage ich Sie.
00:12:28: Fetch zuckt mit den Schultern.
00:12:30: Ich habe ja nicht viel gemacht – ihnen nur den Weg aufgezeigt!
00:12:34: Gegangen sind sie ihn selber.
00:12:36: Sie drängt sich nicht in den Vordergrund.
00:12:39: Als ich sie im Mai in der Raucherecke des Palace treffe hat sie zuvor drin auf der Bühne auf einem Podium gesessen aber kaum etwas gesagt.
00:12:47: Sie hörte aufmerksam den anderen Frauen zu.
00:12:49: dabei hätte Fetch viel zu erzählen gehabt.
00:12:52: Das Gespräch handelte von Frauenbewegungen seit den neunzehn-achtziger Jahren.
00:12:56: Fetch schloss sich damals der regionalen Gruppe der Organisation für die Sache der Frau, Ofra und der politischen Frauengruppe Sankt Gallen an.
00:13:05: Es sei eine wilde Zeit gewesen voller Demonstrationen und Frauendiskus wie Anwalt Purgis Nacht Und mit dem Gefühl das alles möglich sei.
00:13:14: so erzählt sie es mir.
00:13:15: im Gespräch Auf der Bühne im Palace sagt Fetch nur Ich erinnere mich vor allem an viele, viele Sitzungen.
00:13:22: Das Publikum lacht – die Frauen, die sie verlor!
00:13:28: Ebenfalls in den neunzehnachziger Jahren lernte Fetch die Wendotrainerin Miriam Reber kennen und ließ sich von ihr ausbilden.
00:13:36: Damals erzählt Reber sei die Sylvia stiller-und zurückhaltender gewesen.
00:13:42: Dann sei sie sich ihrer Fähigkeiten Jahr für Jahr bewusster geworden.
00:13:46: Es war als setzte sie mit jedem kleinen Erfolg weitere verborgene Kräfte frei.
00:13:52: Doch wie jede Kriegerin überlebte sie ihre Kämpfe nicht ohne Narben.
00:13:56: Am tiefsten schnitten die Leben, die sie nicht retten konnte.
00:14:00: Wie das Leben jener Frau die Anrief und auf einen Termin pochte als Fetch noch als Beraterin bei der Opferhilfe arbeitete.
00:14:08: Die Frau liest den Termin verstreichen – ich dachte erst drängen und dann nicht auftauchen!
00:14:14: Als Fetch einen Tag später ins Büro kam, fand sie mehrere E-Mails der Polizei in ihrem Postfach.
00:14:21: Der Schmerz schoss mir in den Körper erzählt Fetch und fasst sich mit der Hand an den Nacken, als sitze er dort noch immer.
00:14:28: Die Frau konnte nicht zum Termin kommen weil sie von ihrem Partner getötet worden war.
00:14:32: Fetch sagt Ich habe mir meinen unüberlegten Gedanken derart übel genommen.
00:14:38: Ein anderes Mal suchte eine Mutter aus einem Nachbarkantonschutz in Sankt Gallen gemeinsam mit ihren Kindern.
00:14:44: Zunächst bezahlte der Nachbar Kanton den Aufenthalt.
00:14:47: Irgendwann stellte er die Zahlungen ein Das Frauenhaus Sankts Gallen sei zu teuer.
00:14:52: Die Frau musste gehen und wurde von ihrem Partner getötet.
00:14:56: Die Kinder kamen in verschiedene Pflegefamilien, ich höre sehr oft wir haben kein Geld.
00:15:01: die Banken können wir retten aber das Leben einer Frau ist zu teuer schimpft Fetch.
00:15:07: Sie sagt sie glaube fest daran dass Menschen gut geboren werden Aber Männer, die in Kriegen Vergewaltigung als Waffe einsetzen und Macht beanspruchen über ein Land seine Frauen und künftige Generationen bringen sie an ihre Grenzen.
00:15:21: Wie kommt ein Mensch so weit das zu tun?
00:15:24: Fetch denkt manchmal darüber nach ins Ausland zu gehen um zu helfen.
00:15:28: Die Bilder aus den Nachrichten sind so grausam.
00:15:30: Sie kann sie nicht ignorieren.
00:15:32: aber erst mal muss sich noch einen Moment bei mir bleiben sagt sie und legt die Hand unter das Schlüsselbein direkt auf ihr Herz.
00:15:39: Selbst die Rastlosen müssen ab und an innehalten.